Die Sache mit dem Yeti und der Tongba

Oktober 30, 2016

Jeder kennt den Yeti. Oder jeder will ihn kennen, hat ein Bild im Kopf von einem großen weißen Fabelwesen irgendwo im schneeverwehten Himalaya-Gebirge. Halb Mensch, halb Affe, beängstigend groß und mit viel Kraft soll er sein Unwesen treiben, Wanderer und Einheimische angreifen und überall seine großen Fußstapfen hinterlassen. In der Mythologie Nepals und der Sherpa spielt der Yeti sogar eine derart wichtige Rolle, dass ein vermeintlicher Skalp wie ein Heiligtum verehrt wird und jede mögliche Yeti-Sichtung Stoff für weitere Geschichten zu Moralität und Tugend liefert. National Geographic, der BBC, nahezu jedes Entdeckerforum der letzten Jahrzehnte scheint dem Yeti irgendwann einmal Aufmerksamkeit gewidmet zu haben und schickte seinen eigenen Entdecker los, um die Existenz der Mythen zu bestätigen.

 

Ein wichtiges Merkmal des Yeti hat es jedoch noch nicht geschafft, die Aufmerksamkeit von westlichen Medien zu erwecken. Vielleicht konnten sie bisher damit einfach nichts anfangen, vielleicht ist es einfach wissenschaftlich nicht gut belegt. Aber hey, wir reden immerhin von einem Fabelwesen. Wissenschaftliche Belege können nicht ansatzweise die Bedeutung von Folklore repräsentieren, die sich Einheimische von Generation zu Generation meist mündlich überliefern. Daher wollen wir dieses unentdeckte Detail mit euch teilen.

 

Der Yeti liebt Tongba.

 

Übereinstimmenden Berichten einheimischer Sherpas zufolge bricht der Yeti in beängstigender Regelmäßigkeit nachts in spärlich besiedelte Bergdörfer ein, nur um die Vorräte an abends aufgewärmter Tongba (auch bekannt als Chang) zu stehlen und sich damit die kalte Bergnacht ein wenig erträglicher zu gestalten. Tongba gilt oft sogar als das absolute Lieblingsgetränk des Yetis! Offensichtlich glauben Locals, dass der Yeti es dabei neben der wärmenden Funktion auch auf andere positive Eigenschaften von Tongba abgesehen hat und damit kleinere Blessuren oder Erkältungen kuriert.  

 

Man kann es ihm kaum übel nehmen. Klar schmeckt Tongba fantastisch und hält ordentlich warm. Außerdem scheint sich der Yeti in der Regel bei seinen Plündertouren auch den Umständen entsprechend gesittet zu verhalten: Über Verletzte haben wir jedenfalls keine Berichte gefunden. Und auch lokale Reiseveranstalter haben mittlerweile gemerkt dass der Yeti wahrscheinlich, wenn er denn existiert, eher ein liebenswerter Zeitgenosse ist.

 

Wir jedenfalls freuen uns darüber, dass wir mit dem Yeti offensichtlich prominente Unterstützung bei der Aufgabe bekommen, die Bekanntheit von Tongba nachhaltig zu steigern. Kostenloses Marketing, sozusagen. Sollten wir ihn irgendwann einmal persönlich treffen, geben wir ihm in jedem Fall ein paar Beutel Maya Tongba als Werbegeschenk. Da wird er glücklich sein und die Bergdörfer für eine Weile in Ruhe lassen.

 

 

(Die Titelzeichnung kommt vom grandiosen Alonso Molina, der uns mit Zeichnungen und in Designfragen unterstützt).



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